Info und Bilder

 

Gera Eigenbau Einradanhänger

 

 

 

 

 

 

Hersteller:

 

Eigenbau aus Gera

Typ:

 

von mir so benannter Typ „Gera“

Baujahr:

 

1963

Fahrgestellnummer:

 

11068

Motor:

 

 

Besonderheiten:

 

Holzrahmen, Sperrholz- Hartpappebeplankung, Rohrrahmen mit Schraubenfeder abgefederter Schwinge, 4 Zoll Rad

 

Ich habe inzwischen einige dieser Rahmenkonstruktionen gesehen z.B. im Museum von Heinz Scholz.

Leider habe ich den Hänger von einem Händler gekauft dessen Sohn als Schornsteinfeger den Hänger auf dem Boden fand. Er konnte/ wollte mir nicht mehr sagen wer der Besitzer und eventuell der Erbauer war. Der Hänger diente bis vor zwei Jahren, seines Rades und Achse beraubt, als Weihnachtbaumschmuckaufbewahrungskiste.

In jedem Falle handelt es sich um einen DDR Eigenbau aus der Region Gera. Die Gründe für den Eigenbau sind mir nicht bekannt. Vermuten kann man aber, dass der schlecht zu bekommende Campihänger nicht verfügbar war, zu teuer war oder den Anforderungen nicht entsprach. Letzteres könnte ich mir gut vorstellen, da die Raumverhältnisse weit über denen des Campi liegen. Und das bei ähnlichem Gewicht und Abmessungen. Der Besitzer hat den Hänger zuletzt augenscheinlich an seiner MZ gefahren. Das Baujahr habe ich aus der verwendeten angeflanschten Hängerkupplung aus Bauzeiten des „IWL Trolls“ abgeleitet.

Den Hänger habe ich restauriert und in Hammerschlaglack, wie ursprünglich auch, lackiert. Durch die verwendete IWL Kupplung und Deichsel gab es auch keine Probleme beim Erlangen der Betriebserlaubnis.

Der Hänger dürfte wohl nur wenig benutzt worden sein was den sehr guten Zustand des Holzes erklärt.

Zum IWL Treffen 2006 bin ich mit dem Hänger erstmals am Berlinroller längere Zeit gefahren. Durch das 4 Zoll Hinterrad ist zwar ein glatter Boden und großer Stauraum entstanden, aber der Hänger neigt, auf Grund des schlechten Schwerpunktes und des kleinen Rades, zum kippen. Auch lässt er sich schlecht rangieren. Besonders beim Geschicklichkeitsparcour hat mich der Hänger bei kleinen Korrekturen schlicht aus der Bahn gebracht. Das wurde dann also nix mit einem Pokal.

Wenn man sich auf die Besonderheiten des „Gera“ einstellt, ist er gut nutzbar und transportiert deutlich mehr leichtes Urlaubsgepäck als der „Campi“. Im Vergleich zum „IWL Campi“ ist er jedoch eindeutig der Verlierer. Der Campi ist dagegen am Roller nicht zu bemerken.