Info und Bilder

Heinkel 150

 

 

 

 

 

 

 

 

Die letzten 2 Bilder wurden mir von Heinz Krebs http://krebs.chemit.at/ zur Verfügung gestellt!

 

 

Hersteller:

 

Ernst Heinkel A.G., Stuttgart Zuffenhausen, Deutschland

Typ:

 

Heinkel 150 Typ 14.00

Baujahr:

 

1964

Fahrgestellnummer:

 

7025xx

Motor:

 

Heinkel Einzylinder 2 Takt, 150ccm 9 PS bei 5750 U/min

Besonderheiten:

 

letzter Versuch der Firma Heinkel mit einem leichten modernen günstigen 2- Taktroller auf dem verendenden Rollermarkt noch Geld einzufahren

 

 

 

Von den „Echten“ Heinkel Tourist Fahrern nicht besonders geschätzter Roller der Firma. Der Typ 14.00 verkörpert das glatte Gegenteil des schweren 4-taktenden Reiserollers Tourist.

 

Er ist leicht, spritzig, weißt fasst schon flippige Formen italienischen Stils auf und zu allem Übel wird er noch mit einem 2- Takt Motor angetrieben. Was dem festgelegten Touristfahrer nicht gefällt, ist genau das was mich am 2-Takt-Heinkel so begeistert. Diese Linienführung ist echt Klasse und der 150 ccm Motor geht, zumindest in der Ebene, gut zur Sache und läuft butterweich und durchzugsstark. Ich habe den Roller vor etwa 10 Jahren bekommen und ihn restauriert. Auf Grund der Seltenheit und der schlechten Teileversorgung fahre ich ihn nicht so oft. Achillesferse der Konstruktion ist der als Sackzylinder ausgebildete Zylinder. Dieser ist mit vier Schrauben am Gehäuse befestigt und genau an diesen Laschen reißt oft der Zylinder ab. Wer sich solch einen Roller zulegen will, sollte darauf achten. Auch die Vollständigkeit und der brauchbare Zustand des Spiegels, der Batterie- und Schwingenabdeckung, der Blinker und des Rücklichts sind wichtig, auch wenn der Heinkelclub einige Teile nachfertigt.

 

An Farben konnte man zwischen Weiß mit roten Streifen oder Rot mit weißen Streifen wählen. Auf ein serienmäßig montiertes Ersatzrad wurde, wie bei vielen Rollern der 60iger Jahre, verzichtet. Die Zeit der herumliegenden Hufnägel war vorbei und Reifenpannen eher selten. Wer auf die Sicherheit des "Dritten" Rades nicht verzichten wollte, mußte es, genau wie den Gepäckträger, zusätzlich ordern und bezahlen.  

 

Mit dem Roller bin ich im April 2009 um den "Seiberer Bergpreis" gefahren. Das Dreiganggetriebe kann die vorhandene Kraft nur unzureichend weitergeben. In Schwung gekommen ging er im 2.Gang mit 50 km/h locker den Berg rauf. Eine ausgedehnete Tour mit Sozia war dann eine echte Belastungsprobe für alle. Die sehr steile Anfahrt zum "Motorrad Museum Krems-Egelsee" haben wir dann im 1. Gang mit 10 km/h erklommen.

 

Ein echter Stadtroller ebend und wohl schon eher als günstiges Zweitfahrzeug neben dem Auto gedacht was in der Werbung auch entsprechend hervorgehoben wurde.