Info und Bilder

 

IWL Wiesel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hersteller:

 

Industriewerke Ludwigsfelde, Deutschland

Typ:

IWL “Wiesel”

Baujahr:

1957

Fahrgestellnummer:

SR56-97xx

Motor:

MZ Einzylinder 2 Takt, 125 ccm 5,5 PS bei 5200 U/min

Besonderheiten:

 

der 2. Roller aus dem IWL Werk, Trapezschwinge mit Drehstabfederung, Motor sitzt jetzt fest im Rahmen, Roller in Leichtbauweise

 

Bei der Weiterentwicklung des Pitty-Rollers in Ludwigsfelde, wurde ein völlig veränderter Roller entwickelt. Die Lernerfahrungen aus dem Bau des Pitty wurden hier gut umgesetzt, so dass zwar der lediglich ein halbes PS mehr leistende Motor aus der MZ RT für weitere Untermotorisierung sorgte, diese 5,5 PS nun aber nur noch 125 kg anstatt 140kg beim Pitty gegenüberstehen. Erreicht wurde die Gewichtsreduzierung durch den Zentralrohrrahmen, Verwendung von Aluminium und „Lumpenpresslingen“ und leichten Gussteilen sowie Verringerung der Karosseriefläche. So ist die voluminöse Front einem formschönen mitschwenkenden Kotflügel gewichen.

Auf der Strasse fällt der „Wiesel“ noch am ehesten durch die gelungene Formgebung und dem (aus heutiger Sicht) schönen Auspuffklang auf. Die Fahrleistungen sind nicht berauschend, 70km/h lassen sich aber auf Dauer fahren.

Der Wiesel, wie auch seine Nachfolger sind auch heute noch die erste Wahl wenn man ein zuverlässigen, günstigen und schönen Alltagsroller sucht.

Mein Wiesel kaufte ich um 1990 herum in Oranienburg/ Sachsenhausen. Zum gut erhaltenen Roller gab es diverse Neuteile dazu, die in den 70igern eingekauft wurden um den Roller den geltenden Verkehrsvorschriften anzupassen. So war ein Bremslicht Pflicht und auch eine Blinkanlage inzwischen Stand der Technik. Glücklicherweise blieb dem Roller dies aber erspart, so dass er sich im absoluten O-Zustand präsentiert. Die niemals angebrachten Abziehbilder des Ursprungsortes des Mannes habe ich dann noch aufgebracht. Im "Nachschlag" kann man sich den Kaufvertrag (an ihren späteren Mann) und die damals übliche Schätzungsurkunde ansehen. Mit der vorgeschriebenen Schätzung vor Veräusserung sollten die Kaufpreise real gehalten werden. Das trotzdem, ausser dem attestierten Restwert, Geld floss konnte so nicht verhindert werden. Die Schätzungen entfielen damit später wieder.